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Workshop zur Theorie von Antisemitismus & Rassismus

21. Oktober @ 9:00 22. Oktober @ 16:00

Nicht erst seit der Debatte um die Umbenennung unserer Uni ist klar: Wir haben ein Rassismus- & Antisemitismusproblem. Leider werden in öffentlichen Debatten die Begriffe nur ungenau verwendet. Mal wird der Antisemitismus als ein Rassismus unter anderen verstanden, ein andermal wird mit dem Verweis auf Rassismus der Antisemitismus von Nicht-Weißen Personen marginalisiert. Gleichzeitig verbirgt der Vorwurf des Antisemitismus leider viel zu oft den eigenen Rassismus. Weiterhin wird Rassismus häufig auf seine sprachliche Repräsentation reduziert (auch als diskursive Konstruktion bezeichnet) und damit in seiner gesellschaftlichen Dimension nur unzureichend gefasst. So erfolgt ein (richtiger) Aufschrei bei rassistischen Aussprüchen durch öffentliche Persönlichkeiten, die Analyse der Genese des Rassismus wird allerdings nur selten dargestellt. Unter anderem aus diesen Gründen verwundert es nicht, wenn sowohl Rassismus als auch Antisemitismus immer noch so virulent wie tödlich sind. In einem zweitägigen Workshop möchten wir uns anhand klassischer Texte beiden Phänomenen nähern, um sie besser verstehen und damit auch effizient bekämpfen zu können.

Anmeldung:
Um eine Diskussionsatmosphäre gewährleisten müssen wir die Teilnahmeplätze begrenzen und bitten euch um Anmeldung an malte.andresen@student.uni-tuebingen.de

Zu den Referenten:
Ioannis steht kurz vor der Vollendung seiner Masterarbeit zum Begriff der Liebe im Werke Theodor W. Adornos. Bereits seit seiner Jugend setzt er sich (auch aus biographischen Gründen) mit Rassismus & Antisemitismus auseinander. Dies geschieht bei ihm vorwiegend aus theoretischer Perspektive wobei die der (klassischen) kritischen Theorie momentan seinen Fokus bildet.

Malte studiert im 3ten Mastersemester Peace Research and International Relations. Er arbeitet seit mittlerweile 5 Jahren in verschiedenen Projekten als politischer Bildner. In der Praxis lag der Fokus auf der phänomenübergreifenden Arbeit. (Bsp.: Radikalisierung von jungen Muslim:innen aufgrund von Rassismuserfahrungen). Zuletzt kam ein Projekt mit Fokus auf Verschwörungsideologien hinzu.

Ablauf:
Freitag 21.10.: 9-10:30 Pierre André Taguieff 10:30-12 Etienne Balibar 12-1 Pause 1-14:30 Stuart Hall 14:30-16:00 Zusammenführung & Diskussion

Samstag 22.10.: 9-10:30 Theodor W. Adornor & Max Horkheimer 10:30-12:00 Moishe Postone 12-1 Pause 1-14:30 Klaus Holz 14:30 – 16:00 Zusammenführung & Abschlussdiskussion

Hinweis auf Förderung:
Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch eine Teil-Förderung des Vereinigung der Freunde der Universität Tübingen (Universitätsbund) e. V. Eine weitere Teil-Förderung ist beim Studierendenrat angefragt. Danke an die Förderer*innen!