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Die Zeiten scheinen nicht besser zu werden: die Klimakatastrophe droht uns allen die Lebensgrundlagen zu entreißen, Nazis horten Waffen und bereiten sich auf einen „Tag X“ vor, Flüchtende ertrinken im Mittelmeer und die EU schaut weg. Angesichts dieser Zustände halten wir es für dringend geboten, dass all jene, die für eine andere, progressive Zukunft streiten (wollen), solidarisch zusammenarbeiten, sich vernetzen und austauschen. Unsere konkreten Utopien sind solidarisch, demokratisch, emanzipatorisch und ökologisch. Um schon heute zu zeigen, wie es anders gehen kann, wollen wir, dass auch in diesem Jahr erneut die „Ernst-&-Karola-Bloch-Wochen“ als kritische, alternative Semestereinführung veranstaltet wird.

Im Gegensatz zu den Veranstaltungen der Uni, auf deren Angebot und Ausgestaltung Studis nur wenig bis keinen Einfluss haben, ist die Blochwoche – so weit es möglich ist – ein Freiraum. Gruppen von Studierenden, die an und um die Universität aktiv sind, organisieren sich selbst und die Veranstaltungen, die in diesem Programmheft zusammen geführt sind. Bei einigen Veranstaltungen helfen Sponsor*innen, bei manchen auch der Studierendenrat, welcher auch den Druck dieses Heftes finanziert.

Viele, die dieses Heft in den Händen halten werden, beginnen gerade einen neuen Lebensabschnitt. Sie wagen sich an die Universität, um – so zumindest die Hoffnung – diese verändert wieder zu verlassen. Aber was ist, wenn wir nicht nur uns passiv formen lassen, sondern selbst entscheiden, wohin es gehen soll? Karola Bloch, die vor 25 Jahren starb und nach welcher diese kritische Eröffnungswoche benannt ist, erklärte einmal:
„Unmündigkeit ist trotz größter zivilisatorischer und kultureller Entfaltung nach wie vor geblieben. Unsere Aufgabe ist es, unaufhaltsam aufzuklären, das Bewußtsein des Menschen wachzurütteln. Andere Waffen haben wir nicht.“

Die Ernst-&-Karola-Bloch-Woche soll ein solches Aufklären sein. Sie soll helfen, mündig zu machen, nicht in einem juristischen Sinne, sondern tatsächlich. Die Blochwochee bietet dir einen Einblick in das kritische, alternative Tübingen und wird von vielen engagierte Gruppen solidarisch gemeinsam getragen und organisiert. Wir laden Dich ein, die Veranstaltungen nicht nur zu besuchen, sondern diese neue Welt mitzugestalten. Informier dich, wo und wie du dich einbringen kannst, z.B. auf dem Alternativen DIES am 24.10.2019 im studentischen Klubhaus. Die Universität und Stadt Tübingen sind das, was wir gemeinsam daraus machen.